Arbeit und Bestandsübersicht des Archivs der Otto-von-Guericke-Universität
Bestandsübersichten und Systematiken
Das Universitätsarchiv bewahrt und erschließt die schriftliche und mediale Überlieferung der Universität Magdeburg und ihrer Vorgängereinrichtungen. Derzeit lagern im Archiv rund 3.000 laufende Meter Akten. Jährlich kommen etwa 200 laufende Meter weiteres Archivgut hinzu.
Die Bestände gliedern sich in:
- das Verwaltungsarchiv,
- das Endarchiv,
- das Medienarchiv.
Verwaltungs- und Endarchiv
Im Endarchiv befinden sich gegenwärtig rund 6.000 Akten mit Schriftgut, das dauerhaft aufbewahrt wird.
Das Verwaltungsarchiv umfasst neben diesen personenbezogenen Unterlagen rund 4.000 Akten mit dienstlichem Schriftgut, die noch bearbeitet und bewertet werden müssen. Die Bestände werden laufend geordnet, verzeichnet und für die Benutzung erschlossen.
Darüber hinaus sind etwa 180.000 Einträge in einer Datenbank verzeichnet. Dabei handelt es sich insbesondere um Studenten-, Promotions- und Personalakten.
Die chronologisch und systematisch geordneten Archivalien dokumentieren die Entwicklung verschiedener Einrichtungen:
- der Hochschule für Schwermaschinenbau (1953–1961),
- der Technischen Hochschule (1961–1987),
- der Technischen Universität (1987–1993),
- der Universität Magdeburg (seit 1993),
- des Instituts für Lehrerbildung Magdeburg (1953–1962) und Staßfurt (1949-1962, 1971-1992)
- des Pädagogischen Instituts (1962–1972),
- der Pädagogischen Hochschule Magdeburg (1972–1993).
Für die Recherchen stehen umfangreiche Datenbanken und weitere Findhilfsmittel zur Verfügung.
Bestände zur Entwicklung der Universität
Der A-Bestand umfasst Dokumente von der Gründung der Hochschule für Schwermaschinenbau bis zum Abschluss der Hochschulreform im Jahr 1968.
Im B-Bestand befinden sich Schriftstücke, die die Entwicklung der Technischen Hochschule Magdeburg bis zu ihrer Umwandlung in eine Technische Universität belegen, den Zeitraum von 1987 bis zum Zusammenschluss der Technischen Universität Magdeburg mit der Pädagogischen Hochschule und der Medizinischen Akademie im Jahr 1993 dokumentieren. Dieser dokumentiert insbesondere die Zeit vor und während der politischen Wende.
Auch die Entwicklung ab 1993 wird in diesem Bestand erfasst.
Die Überlieferungen weisen allerdings einige Lücken auf, da mit dienstlichem Schriftgut in der Vergangenheit teilweise nach eigenem Ermessen umgegangen wurde, leider auch in der Zeit nach Wende.
Bestände der Pädagogischen Hochschule
Der Bestand der Pädagogischen Hochschule Magdeburg ist entsprechend der Entwicklung der Einrichtung in drei Teile gegliedert:
1. Der erste Teil dokumentiert die Entwicklung des Instituts für Lehrerbildung Staßfurt
2. Der zweite Teil dokumentiert die Entwicklung vom Institut für Lehrerbildung Magdeburg bis zur Umwandlung in ein Pädagogisches Institut
3. Der dritte Teil umfasst den Zeitraum bis zur Umwandlung in eine Pädagogische Hochschule bis zum Zusammenschluss der Technischen Universität Magdeburg mit der Pädagogischen Hochschule und der Medizinischen Akademie zur Universität Magdeburg.
Die Bestände der Medizinischen Fakultät und der ehemaligen Medizinischen Akademie Magdeburg werden im Außenarchiv auf dem Medizinercampus verwaltet.
Die Überlieferungen aller Bestände weisen allerdings einige Lücken auf, da mit dienstlichem Schriftgut in der Vergangenheit teilweise nach eigenem Ermessen umgegangen wurde, leider auch in der Zeit nach Wende.
Sammlungen, Nachlässe und Urkunden
Ergänzend zu den Verwaltungsunterlagen verfügt das Universitätsarchiv über Sammlungen, Nachlässe von Professorinnen und Professoren, Gastgeschenken, Chroniken und Urkunden. Diese Materialien bieten zusätzliche Einblicke in die institutionelle Entwicklung sowie in das wissenschaftliche und akademische Leben der Universität.
Medienarchiv und Bildbestand
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Medienarchiv, welches sich noch im Aufbau befindet. Es umfasst unter anderem:
- Zeitungen und Publikationen der Universität und ihrer Vorgängereinrichtungen,
- Pressemitteilungen aus allen Epochen der Universitätsgeschichte,
- Fotografien und Negative,
- Bildmaterial zur Entwicklung der medizinischen Lehre.
In den vergangenen Jahren wurde der Medienbestand insbesondere durch ein Bildarchiv erweitert. Zahlreiche Fotografien und Negative müssen noch erschlossen und bearbeitet werden. Sie dokumentieren sowohl die allgemeine Geschichte der Universität als auch die Entwicklung einzelner Fachbereiche, insbesondere der medizinischen Ausbildung. Und es befinden sich auch Bilder und negative zur Stadt Magdeburg darunter.
Langzeitarchivierung
Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Einführung beziehungsweise Umsetzung einer systematischen Langzeitarchivierung. Ziel ist es, digitale und digitalisierte Unterlagen dauerhaft zu sichern, ihre Lesbarkeit zu erhalten und sie auch künftig für Forschung, Lehre und interessierte Nutzerinnen und Nutzer zugänglich zu machen.